Inhalt Weihnachtsgedichte Nicht so festliche Gedichte zur Weihnachtszeit
Alle Gedichte: © Stefan Pölt 2015

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Weihnachtszeit

Wenn alle auf den Neuschnee warten
vor Kälte Autos nicht mehr starten.
Wenn Massen durch die Läden schlängeln
und alle schimpfen, schubsen drängeln.

Wenn Kekse schwer im Magen liegen
und jeder aufhört, sich zu wiegen.
Wenn Wünsche lange Listen füllen
bei Nichterfüllung Kinder brüllen.

Wenn trotz gezogen und gedreht
der Christbaum immer noch schief steht.
Wenn manches Kind ganz aufgeregt
laut quasselnd durch die Wohnung fegt.

Wenn Papa wieder lauthals flucht
und das Geschenk für Mama sucht.
Dann ist es wieder mal soweit -
die schöne, ruhige Weihnachtszeit!


Weihnachtsstress

Haben keine Zeit zum Dichten
müssen Weihnachtssachen richten
Dekorieren, Kekse backen
und auch die Geschenke packen

Christbaum kaufen, stellen, schmücken
schnell noch diese Karte schicken.
So, nun ist die Zeit schon futsch.
Frohes Fest und Guten Rutsch!


Weihnachtswünsche

Zu den Weihnachtsfeiertagen
wünschen wir Euch Ruhe und
wie die Bajuwaren sagen:
Hauptsach' Ihr seids bumperlgsund!

Dass Euch keine Sorgen stressen
alles Liebe, ist doch klar
und bevor wir es vergessen
noch ein gutes neues Jahr!


Weihnachtsmarkt

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit
ist es wieder mal so weit.
Dann verspüren wir verstärkten
Drang hin zu den Weihnachtsmärkten.

Dicke Stiefel, warme Mützen
solln uns vor der Kälte schützen
denn wir wolln uns beim Flanieren
schließlich nicht den Arsch abfrieren.

Wie wir durch die Stände laufen
letzte Notgeschenke kaufen
liegt der süße Glühweinduft
recht verlockend in der Luft.

Heißer Glühwein wärmt so gut
und geht direkt ab ins Blut.
Darum sind bekanntermaßen
hier die meisten roten Nasen.

Nach der ersten, zweiten Tasse
schmeckt das Zeug noch richtig klasse
und man hört uns Lieder singen
die nicht sehr nach Weihnacht klingen.

Nach dem dritten, vierten Becher
mehren sich dann die Versprecher.
Und der Widerspenstgen Zähmung
scheitert an der Zungenlähmung.

Nach dem fünften, sechsten Schoppen
kann uns schließlich nichts mehr stoppen
als wir zu der Bude schwanken
um noch "Super" nachzutanken.

Wie wir durch die Stände tingeln
hör ich schon die Glöckchen klingeln
und mein Hirn dreht sich so schnell
wie ein Ketten-Karussell.

Mir erscheint der Nikolaus
der bei tosendem Applaus
mitten auf dem Weihnachtsmarkt
seinen Rentierschlitten parkt.

Tja, ihr Kinder, seht mal an
wie ein ausgewachsner Mann
seines klarn Verstands beraubt
noch an Weihnachtsmänner glaubt.


Krippenspiel

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit
das ist schon lange Tradition
holt Papa voll Behutsamkeit
vom Keller einen Schuhkarton.

Der Christbaum steht, der Schmuck ist dran
der Tannennadelduft vertraut
akribisch hat er nebenan
die Weihnachtskrippe aufgebaut.

Ganz friedlich schläft das Jesulein
in seiner Krippe auf dem Stroh.
Maria kniet im Kerzenschein
ganz dicht bei ihm und lächelt froh.

Der Papa hat ein kleines Kind
und das ist ziemlich aufgeweckt.
Bald hat der kleine Wirbelwind
das neue Spiel für sich entdeckt.

Und weil ihm das so gut gefällt
hat Sohnemann ganz ungeniert
die ganze Spielzeug-Ritter-Welt
in Papas Krippe integriert.

Vorbei ist's mit Besinnlichkeit
flugs ist ein großer Kampf entfacht.
Das Spielfeld streckt sich mächtig weit
und mittendrin tobt eine Schlacht.

Auf Pferd, Kamel und Elefant
da schwingen sich jetzt allez hopp
drei Ritter, wahrlich elegant
und ab geht es im Schweinsgalopp.

Die Weisen aus dem Morgenland
ziehn mit den Rittern in die Kampf.
Sie sind als erste vorgerannt
und stehen voll im Pulverdampf.

Der schwarze Jedi-Ritter zielt
auf Feinde mit dem Laserschwert
wobei er Babysitter spielt
fürs Jesukind, das lauthals plärrt.

Ein echter Kämpfer vor dem Herrn
macht Kleinholz und die Menge johlt
als er mit seinem Morgenstern
den Abendstern vom Himmel holt.

Was so nicht in der Bibel steht:
Der Stern von Bethlehem erlosch
weil ihn mit seinem Kampfgerät
ein Ritter einst vom Himmel drosch!

Der Papa sieht's, doch schimpft er nicht
weil grade in der Weihnachtszeit
man einem lieben, kleinen Wicht
fast jede Missetat verzeiht.


Weihnachtsmärchen

Letzten Sonntag, kurz nach vier
klingelt ein total verschneiter
Weihnachtsmann an unsrer Tür:
"Schnell, dein Wunsch - ich muss gleich weiter!"

"Einen? Hhmm, was wünsch ich mir?
Gib mir Zeit, um nachzudenken."
"Gut, den Wunsch erfüll ich dir -
reichlich Zeit will ich dir schenken".

"Hey, so war das nicht gemeint!"
ruf ich geistesgegenwärtig.
Doch da ist er, wie es scheint
längst ums Eck und mit mir fertig.

Bald ist meine Wut verraucht -
dieser Wunsch hat auch was Gutes.
Zeit ist etwas, das man braucht.
Werde wieder frohen Mutes.

Jetzt mach ich, was mir gefällt
lasse mich von keinem treiben.
Hab ja alle Zeit der Welt
selbst zum Weihnachtskarten Schreiben.

Auch, wenn dies ein Märchen war
und trotz schlechter Wirtschaftslage
wünschen wir, wie jedes Jahr
sorgenfreie Weihnachtstage!


Nikohasen und Osterläuse

Kaum ist die warme Zeit vorüber,
kaum wird das Wetter etwas trüber,
schon karren Lebensmittelketten
in jeden Laden zehn Paletten.

In vielen Schichten darauf stehen
verfrühte Nikolausarmeen,
die - eingeräumt in den Regalen -
uns hundertfach entgegenstrahlen.

Daneben ragen aus den vollen
Kartons diverse Weihnachtsstollen,
die sich den Platz mit Pfeffernüssen
und Aach'ner Printen teilen müssen.

Es glauben wohl die Supermärkte
dies weckt beim Kunden das verstärkte
Verlangen nach den Weihnachtssachen
mit denen sie viel Umsatz machen.

Zu Dekozwecken steht inmitten
des Schokomeers ein Rentierschlitten
mit leuchtend-bunter Lichterkette -
die blinkt mit Times Square um die Wette.

Den Schlüsselreiz des Trommelfells
besorgt ein Endlos-"Jingle Bells"
aus einem Pfefferkuchenhaus
als wohlgemeinter Ohrenschmaus.

Zum Glück hört all dies im Verlauf
der Weihnachtszeit auch wieder auf,
doch kurz nach Neujahr geht's schon heiter
mit ersten Osterhasen weiter…